New Year, same Digital Marketing Trends?

MuK-Blog für Digital Marketing #13: Digital Marketing Trends 2018
13. Februar 2018 Marketing Natives

Es mag schon Februar sein, aber nach wie vor fragt sich die Marketing-Szene, auf welche Trends wir heuer achten müssen. Für Melanie Schomann und Therese Anzböck Grund genug, dies im ersten MuK*-Blogbeitrag aufzugreifen und fünf große Digital Marketing Trends 2018 zu beleuchten.

*FH St. Pölten Studiengang Media- und Kommunikationsberatung

New Year, same Digital Marketing Trends?

 

1 | Voice Search

„Hey Alexa (Siri, Google, etc.) welche Digital Marketing Trends setzen sich im Jahr 2018 durch?”

Smartphone Voice Search

Digitale Sprachassistenten sollen uns das Leben erleichtern und die passenden Antworten auf unsere Fragen in kürzester Zeit liefern. Im Jahr 2017 wurden bereits 20% aller mobilen Suchanfragen durch Sprachassistenten gestellt. Diese Zahl soll im Jahr 2020 bereits bei 50% liegen. Der Unterschied zu klassischen Suchanfragen liegt in der Länge und der Komplexität der Sätze oder Fragen. Aus diesem Grund erfolgt eine Optimierung für Voice Search nicht wie bei klassischem SEO. Gerade in Bezug auf die Fragen, welche Sprachassistenten so gestellt als wären sie FreundInnen, müssen die Texte auf dialogorientierte Keywords optimiert werden. Außerdem sollten Fragen in den Inhalten auftauchen und beantwortet werden. Wer sich noch etwas genauer mit diesem Trend auseinandersetzen möchte findet hier eine kurze Zusammenfassung.

 

2 | Micro Moments nutzen

Die kurzen Momente des Suchens, Kaufens oder Betrachten von Informationen oder Produkten, für die KonsumentInnen ihre Smartphones zücken, werden als Mirco Moments bezeichnet. Das passiert zum Beispiel beim Einkaufen, wenn online schnell die Preise verglichen oder detailliertere Informationen gesucht werden. Laut einer Studie von Google tun das sogar 82% der Befragten, wobei einer von zehn dann ein anderes Produkt als das geplante, kauft. Das Ergebnis bzw. die Wirkung dieses kurzen Moments kann also ausschlaggebend für die Kaufentscheidung sein. Wichtig ist in dem Fall, dass die angezeigten Ergebnisse den gewünschten entsprechen und so schnell wie möglich auffindbar sind. So geben 69% der Befragten mit Reise-Interesse an, dass sie nach Inspiration und Ideen für die nächste Reise suchen, während sie zum Beispiel in einer Warteschlage stehen oder auf die U-Bahn warten. Fast die Hälfte schließt jedoch den Buchungsprozess anschließend auf einem anderen Kanal als dem Informationskanal ab – beispielsweise am Laptop zuhause. Wichtig für Unternehmen ist es daher, für ihre KundInnen in den vielen kurzen Momente entlang des Kaufprozesses da zu sein und ihnen den Kaufabschluss zu erleichtern.

 

3 | (Live)-Videos bleiben dominant

Nicht ohne Grund tauchen Videos seit den letzten Jahren vermehrt im Social Media Feed auf. Mit bewegten Inhalten können in kurzer Zeit komplizierte Botschaften und Emotionen vermittelt, genauso wie Geschichten erzählt werden. Das Motto in dem Zusammenhang lautet im heurigen Jahr: Noch mehr Videos, am besten Live. Ein genauer Blick auf Live-Videos wurde bereits in einem früheren Blogpost geworfen. Im Jahr 2018 soll vor allem die mobile Video-Nutzung um 25% ansteigen. Auch auf der Videoplattform schlecht hin, YouTube, kommen 60% der Aufrufe von mobilen Devices. Das heißt zu beachten gilt nach wie vor: Mobile first.

Für Unternehmen ist es daher wichtig in Bewegtbildinhalte und Video-Marketing zu investieren, damit die Zielgruppe, auf den verschiedensten Devices erreicht und angesprochen werden kann. Video als Teil von Content Marketing wird in Zukunft eine wichtige Rolle in der digitalen Strategie der Unternehmen spielen.

 

4 | Micro-Influencer sind die neuen MeinungsmacherInnen

Influencer Marketing ist eines der Buzzwords der letzten Jahre und die meisten Unternehmen haben bereits den Nutzen der Zusammenarbeit mit Influencern erkannt. Die Werbetreibenden nutzten in den Influencer-Kampagnen die hohen Reichweiten von Influencern, um ihre Produkte authentisch zu platzieren. Jedoch zeigt sich ein Wandel im Influencer-Marketing. Wie kommt es dazu? Einige VloggerInnen, InstagrammerInnen und YouTuberInnen suchen sich eine Nische und sprechen zwar insgesamt weniger, aber dafür gezielter, FollowerInnen an. Der Vorteil zeigt sich in einer sehr dynamischen und aktiven Community und geringeren Kosten für Unternehmen. Die Bedeutung der sogenannten Micro-Influencer mit zwischen 1.000 und 10.000 Followern steigt an und wird auch Unternehmen im nächsten Jahr immer bewusster. Gerade Marken, welche Nischenprodukte verkaufen, können mit Micro-Influencern ein definiertes Zielpublikum mit starkem Interesse an einem bestimmten Thema ansprechen.

Im Kontext von Influencer-Marketing darf auf die Kennzeichnungspflicht nicht außer Acht gelassen werden. NutzerInnen erwarten sich authentische und vor allem transparente Botschaften.

 

5 | Augmented Reality + Social Media = perfect Match?

Snapchat hat es vorgemacht, Facebook und Instagram haben es nachgeahmt: Augmented Reality ist aus den sozialen Netzwerken nicht mehr wegzudenken. Besonders beliebt sind Facefilter, der beliebteste ist nachwievor der Hunde-Filter. Laut Snapchat nutzen ein Drittel ihrer KundInnen die gesichtsverändernden Lenses täglich. Aufgrund der hohen Beliebtheit haben nun auch Facebook und Instagram ihre eigenen Variationen kreiert. Facebook spricht sogar von Plänen zur Entwicklung von Ganzkörper-AR, was aufgrund verschiedener Körpergrößen, -staturen und -haltungen eine große Herausforderung darstellt. Auch Kleidung kann einen Unterschied ausmachen, so wird ein langer Mantel von der Kamera anders wahrgenommen als kurze Hosen. Einen ersten Einblick auf die Forschung gibt folgendes Video: https://research.fb.com/wp-content/uploads/2018/01/media1.mp4?_=1 Außerdem kann AR KonsumentInnen bei der Kaufentscheidung unterstützen, indem Produkte zuhause am Computerbildschirm oder am Smartphone getestet werden. So bietet der Online Optiker Mister Spex die Möglichkeit, Brillen direkt anzuprobieren, L‘Oreal integrierte seine Produkte in die App YouCam Makeup, bei welcher KundInnen Make-up testen, sich informieren und die Produkte schlussendlich auch kaufen können. AR eröffnet damit neue Wege für Unternehmen, ihre Kampagnen noch näher an die KundInnen zu bringen.

 

Fazit und Key Take Aways für Marketeers

Nachdem KonsumentInnen immer noch mehr und mehr Zeit mit ihren Smartphones verbringen, gilt auch für 2018 weiterhin: Mobile first. Die vorgestellten Trends werden sichtbare Veränderungen hervorrufen und dadurch Einfluss auf die Digital Marketing Strategien der werbetreibenden Unternehmen nehmen. Allerdings sollten Marketeers nicht nur Wert darauflegen, trendy zu sein, sondern vor allem abwägen, welche Trends zur Zielgruppe und zum eigenen Angebot passen und dadurch Mehrwert und Relevanz erzeugen. Dabei trotzdem nicht vergessen: Mutig sein & Neues ausprobieren!

 

Melanie Schomann

Autorinnen: Melanie Schomann & Therese Anzböck

Melli studiert seit September 2015 den Bachelorstudiengang Media- und Kommunikationsberatung und befindet sich im Moment im spannenden Praktikum in einer PR-Agentur.

Therese studiert im letzten des Bachelor-Studiengangs Media- und Kommunikationsberatung und schnuppert derzeit in ihrem Praktikum Agenturluft in der Werbebranche.

 

Disclaimer: Namentlich gekennzeichnete Beiträge wie dieser hier geben die Meinung des jeweiligen Autors und nicht immer die Meinung des Anbieters wieder.

 

Quellen:

https://www.eviom.com/8-digital-marketing-trends-fuer-2018/
https://www.socialmediatoday.com/news/12-digital-marketing-trends-to-watch-out-for-in-2018/512767/
https://appsamurai.com/5-digital-marketing-trends-for-2018-that-prove-mobile-first/
https://www.thinkwithgoogle.com/consumer-insights/shopping-behavior-data-inspiration/
https://www.socialmediatoday.com/news/facebooks-next-assault-on-snapchat-full-body-ar/515589/
https://research.fb.com/enabling-full-body-ar-with-mask-r-cnn2go/
http://www.loreal.com/media/news/2017/july/loreal-joins-perfect-corps-youcam-makeup-app
https://www.socialmediatoday.com/news/what-the-iphone-x-means-for-social-media/511937/

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